Neubau nimmt langsam Konturen an

Produktionsraum erweitert / Gebäude soll im Frühjahr bezogen werden / Neue Arbeitsplätze werden geschaffen

 

Die Firma "Göttfert" ist auf Expansionskurs. Der Produktionsraum wurde bereits erweitert, ein Neubau ist im Werden. Eine Entwicklung, die auch neue Arbeitsstellen nach Buchen bringt.

 

Die Arbeiten am Neubau der Firma "Göttfert" in Buchen nehmen deutliche Konturen an. "Das Skelett steht", freut sich Geschäftsführer Dr. Axel Göttfert. Im FN-Gespräch gibt er einen Rückblick, was sich auf dem Firmengelände alles getan hat, was noch geschehen wird und welche Folgen der Expansionskurs mit sich bringt. Die Erweiterung des Bestands - die Produktionsfläche wurde um 950 Quadratmeter erweitert und auch schon bezogen - sei der erste Schritt in einer Folge von Baumaßnahmen gewesen.

 

Wichtig sei es Göttfert gewesen, das damals (die Firma feiert nächstes Jahr ihr 55-Jahr-Jubiläum) schon richtungsweisende Konzept von natürlicher Lichtdurchflutung, optimaler Belüftung und Lichtinnenhof weiterzuführen.

Der derzeit entstehende Neubau werde ein zweistöckiger Quader sein. Unten, im Erdgeschoss, werde man neben dem Empfangsbereich und Büroräumen unter anderem auch eine Erweiterung des Kundenbereichs - mit Labor- und Präsentationsflächen einrichten. In dem oberen Stock werde man unter anderem Seminar- und Schulungsräume anfinden.

Ganz im Zeichen einer "gläsernen Produktion" werde auch weiterhin auf den durchsichtigen Baustoff gesetzt. Vor allem über Sägezahndächer, die es dem Kunden erlauben, einen Blick in die Abteilungen zu werfen.

 

Anders als letztes Jahr in einer Pressemitteilung angekündigt, werde man auf Photovoltaikanlagen verzichten: "Diese lohnen sich mittlerweile erst nach 15 Jahren und sind somit nicht besonders rentabel für den Betrieb", erklärt Göttfert. Dennoch halte man an dem Vorhaben der Installation von Blockheiztechnik fest. Die Firma, die sich auf die Entwicklung und Produktion von autarken Prüf- und Messtechnologien spezialisiert hat, widme sich durch die Erweiterung außerdem einem neuen Feld: Im medizinischen Bereich arbeite man ab sofort mit sogenannten RAM-Extrudern (die FN berichteten).

Eine weitere erfreuliche Folge der Expansion sind die neuen Arbeitsplätze, die durch sie entstehen. Zehn im Bereich der mechanischen Fertigung und der Elektromontage seien es laut Göttfert. Nächste Woche werde in den Neubau nun die Stahltreppe eingesetzt. Direkt im Anschluss folge dann die Fassade und die Anbringung der Glaselemente. Etwa gegen Oktober werde das Gebäude dann sein Flachdach bekommen und somit fertiggestellt sein. Im Frühjahr wolle man es dann beziehen.

Geplant sei außerdem eine Cafeteria mit Terrasse in Richtung Herm-Tankstelle.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen laut Dr. Axel Göttfert bei circa 5 Millionen Euro, zehn Prozent steuere der EU-Fond "Spitze auf dem Land" bei.

 

Copyright Fränkische Nachrichten, Buchen 

 

Neubau

 
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Iran Plast 2016

 

Nach Lockerung des Embargos und der Wiederaufnahme der Iran Plast auf dem internationalen Messeprogramm wurde bei der GÖTTFERT Werkstoff-Prüfmaschinen GmbH schnell die Entscheidung getroffen an der diesjährigen 10. Iran Plast teilzunehmen.

Wir waren mit einem Messestand über unsere örtliche Vertretung Farasar Chemie in Tehran präsent. Ein Außendienstmitarbeiter der Firma GÖTTFERT war zur fachlichen Unterstützung direkt vor Ort.

Die Frage, ob diese Entscheidung die Richtige war, hatte sich schon nach dem ersten Tag der Messe selbst beantwortet.

facts iran web

Mit unserem Exponat, dem Premium Modell der Schmelzindex-Serie MI-4 fanden wir sehr schnell viele Interessenten. Die anwesenden Stammkunden waren von den Weiterentwicklungen, der Performance und der damit erzielten Genauigkeit des MI-4 beeindruckt. 

Auch bei zahlreichen Neukunden konnten wir Interesse wecken und mit der Vielfalt der rheologischen Testmethoden aus unserem Produktbereich überzeugen.

Im Nachgang der Iran Plast wurde noch ein Seminar mit 20 Teilnehmer im Iran Polymer Petroleum Institute (IPPI) Tehran durchgeführt. Hier wurde unsere gesamte Produktpalette präsentiert. Vorrangig wurde jedoch das Thema Kapillarrheometrie mit den erweiterten Auswertemöglichkeiten in den Fokus gestellt. Optionen wie Thermische Leitfähigkeit, PVT isotherm und isobar u.a. mit den einzigartigen Möglichkeiten der Nutzung des Script Generators und Automatisierung der Thermischen Leitfähigkeits- / PVT Messung waren für den Kunden eindrucksvoll und überzeugend. Mit der Option Sharkskin wurden dem Kunden noch neue Möglichkeiten zur Ermittlung von Fliessinstabilitäten erläutert.

Des Weiteren stand noch eine Vorstellung der GÖTTFERT Produkte in der Niederlassung unseres Vertreters Farasar Chimie auf dem Programm. Hier waren Teilnehmer aus verschiedenen Industriebereichen zu Gast.

Hassan Farid, Eigentümer und Geschäftsführer von Farasar Chimie Co. sieht für den Markt Iran in 2017 große Möglichkeiten. Dies wird aber sicher von dem Vorankommen im Iran selbst, wie auch der aktuellen globalen Entwicklungen abhängig sein. Wir blicken jedoch zuversichtlich den kommenden Jahren entgegen.

 

Die nächste Iran Plast ist bereits für den Zeitraum vom 26. – 29. September 2017 in der Messeplanung vermerkt. 

 

messe iran 

 
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Erster Bauabschnitt beendet - Erweiterungsbau fertiggestellt

Umzug im vollem Gange!

 

Mitten im Umzug befindet man sich bei Göttfert, nachdem die 900 Quadratmeter große Erweiterungshalle fristgerecht fertiggestellt wurde. Bei laufender Produktion und Tagesgeschäft werden nun "Zug um Zug" die neuen Einrichtungen in Betrieb genommen. Der Neubau trägt den Anforderungen im Prüf-, Mess- und Kalibrierbereich Rechnung.

 

In Kürze erfolgt der Beginn des zweiten Bauabschnittes. Hierbei entsteht ein zweistöckiger Funktionsbau mit ca. 400 m2 Gesamtfläche, der sich im Südost-Bereich (Vordere Wanne/Siemensstraße) in den Bestand integrieren wird. Schwerpunktmäßig wird hierbei das anwendungstechnische Labor profitieren, welches eine deutliche Erweiterung erfahren wird. Der zweite Bauabschnitt, welcher darüber hinaus auch umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen im Bestand beinhaltet, soll bis zum Jahresende soweit abgeschlossen sein. 

 

Neubau

 
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Bildung lohnt sich

GÖTTFERT übernimmt sieben seiner diesjährigen Auszubildenden.

 

Der Slogan "Bildung lohnt sich" mag schon vielfach genannt worden sein und manche denken möglicherweise sogleich an das Tragen der Säulen nach Athen – weil selbstverständlich! Dem will man bei GÖTTFERT ganz bestimmt nicht widersprechen - ganz im Gegenteil! Denn mit gebotener Bildung, interessierten und motivierten jungen Menschen einen sicheren und perspektivreichen Arbeitsplatz zu bieten, ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmenspolitik! So Dr. Axel Göttfert anlässlich der feierlichen Freisprechung und Übernahme seiner diesjährigen Absolventen. Zurückschauend mag die Ausbildung anfangs für Viele eine verschwommene Perspektive gehabt haben, nun jedoch - nach erfolgreichem Abschluss - haben Sie ein festes Fundament, auf dem Sie aufbauen können. Das war Ihre Grundausbildung, nicht weniger, aber auch nicht mehr! Bleiben Sie interessiert, seien Sie offen für Leistung! Denn wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt diese am falschen Platz, so der Geschäftsführer gut meinend zum Abschluss

 

Die Firma hat derzeit insgesamt 26 Auszubildende mit Schwerpunkten in Industriemechanik, Elektrotechnik und Wirtschaftsinformatik mit kaufmännischer und technischer Ausrichtung. Neben den klassischen Ausbildungsberufen ist GÖTTFERT auch Ausbildungspartner der Dualen Hochschule Mosbach mit deren analogen Bachelor-Studiengängen.

 

Zu den diesjährigen Absolventen gehören die beiden Industriekauffrauen Katja Edelmann und Christina Kaufmann, die Industriemechaniker, Sascha Henn, Matthias Trunk und Mathis Müller, sowie Simon Gollner, Elektroniker für Betriebstechnik. Ebenso geehrt wurde Yannick Wiesner, der die Prüfung zum "Bachelor of Engineering" erfolgreich ablegte.

 

Ehrung Azubis

 
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Automat gegen Handarbeit

– Die Zeit macht den Unterschied


In der Werkstoffprüfung ist die Zeitersparnis immer ein Thema. Ein Schlüssel hierfür kann die Automatisierung des Prozesses bedeuten.


Die Prüfung des Schmelzindexes ist ein gängiger Standard für die Qualitätskontrolle. Je nach Firmengröße, bzw. Prüfaufwand kann auch eine Automatisierung der Prüfung zu der Prozessoptimierung beitragen. Der Schmelzindex-Prüfautomat ermöglicht den vollautomatischen Betrieb einer Schmelzindex-Messung nach ISO 1133 und ASTM D1238, wobei Arbeitsvorgänge wie das Einfüllen des Materias, die Reinigung und der Kapillarenwechsel automatisch ablaufen.


Messungen sind sowohl mit einem, als auch mit zwei Prüfgewichten möglich. Die Auswahl der Prüfgewichte erfolgt programmgesteuert. Eine mechanische Einstellung ist nicht erforderlich.


Der MI-ROBO verfügt über ein integriertes Probenmagazin für 30 bzw. 45 Einzelmessungen, befüllbar mit Granulat, Pulver, Gries und ähnlichen Materialformen, alternativ stehen auch Einzel-Inlets zur Verfügung. Über die MFRHost PC-Software erfolgt die Parametrierung, Online-Überwachung, sowie Auswertung der MFR/MVR/FRR-Werte. Die Bestimmung der intrinsischen Viskosität (IV) ist ebenfalls möglich.


Weitere technische Highlights
  • Temperaturregel-Algorithmus, Auflösung 0 bis 320°C: 0,01 °C, 320 bis 500°C: 0,1°C
  • Präziser digitaler Wegsensor zur Erfassung des Volumendurchsatzes (0.012 mm/ Impuls)
  • Genauigkeit der Zeitmessung besser als 0,001 s

Steigerung der Reproduzierbarkeit

Es stellt sich die Frage, welche Vorteile ein MI-ROBO gegenüber einem konventionellen Prüfgerät hat? Es ist bekannt, dass die Ergebnisse einer Schmelzindex-Messung auch stark mit der Probenvorbereitung und der Prüfvorbereitung verknüpft sind. So ist es wichtig, immer die gleichen Prüfbedingungen herzustellen, um eine reproduzierbare Messung durchzuführen. Ist die Probenvorbereitung ordnungsgemäß erfolgt (bspw. Trocknung des Materials) ist die nächste Fehlerquelle der Bediener. Gerade bei ständig wechselnden Schichten, ist oftmals eine Veränderung der Ergebnisse sichtbar. Und genau hier liegt der große Vorteil dieser Automatisierung. Jede Messung findet unter exakt den gleichen Bedingungen statt, was eine deutlich höhere Reproduzierbarkeit der Messungen ermöglicht.


Erzielbare Genauigkeit / Reproduzierbarkeit:
Zielwert Referenzmaterial 7,63
Toleranz ± 0,2
Toleranz mit MI-ROBO ± 0,1
Standardabweichung < 0,04 (bei 50 Messungen)

Nun wurde also die Reproduzierbarkeit mit diesem Messgerät gesteigert, doch was bringt mir die Automatisierung an Zeitersparnis, also Effizienz?

ROBO InletUm dies herauszufinden, wurden verschiedene Messungen mit einem Vollautomaten MI-ROBO und einem manuellen Prüfgerät durchgeführt. Es wurde hierfür ein MI-ROBO mit einem Magazin aus Inlets verwendet. Ein Inlet ist im Prinzip der Prüfkanal, der extern befüllt werden kann und dann vom Roboter in den Heizkanal eingeführt wird. Gerade bei der Messung von Pulver erweist sich diese Version als optimale Lösung, da der Kanal im kalten Zustand befüllt wird und dann erst aufgeheizt wird. So wird ein Verkleben des Materials bereits beim Befüllen vermieden.


Als Ausgangspunkt wurden folgende Daten für die Messung ermittelt.
  1. Vorbereitung und Reinigung
      Manuelles MI-Gerät MI-ROBO
    Gerät befüllen (min) 3 3 (Inlet befüllen)
    Reinigen (min) 5 (inkl. Düse) 2 (Inlet reinigen)
    Düse reinigen (min) Siehe reinigen 3
  2. Messung

    Hier wurde für die Messung im Schnitt 10 Minuten benötigt. Für diese Analyse wurden 10 Messungen mit beiden Geräten durchgeführt.

  3. Ablauf

    Das manuelle Gerät wird vor jeder Messung befüllt (3 Minuten), danach folgt der Messvorgang (10 Minuten) und die Reinigung (5 Minuten). In Addition ergibt dies eine gesamte Dauer von 18 Minuten pro Messung.


Auch beim MI-ROBO müssen die Inlets, also der Kanal befüllt werden. Der entscheidende Vorteil ist jedoch, dass dies nicht erst nach Ablauf der einzelnen Messungen geschieht, sondern direkt nacheinander, auch wenn die Messung mit dem ersten Inlet bereits begonnen wurde. Auch die Reinigung des Inlets erfolgt ohne personellen Eingriff. Lediglich die Düsen müssen per Hand gereinigt werden. Wenn man diese Daten nun in einem Zeitstrahl vergleicht, werden die Vorteile des ROBOs deutlich. Bei 10 Messungen benötigt er lediglich 126 Minuten. Bei einer manuellen Arbeitsweise würde man für die identischen Messungen 180 Minuten benötigen. Bereits bei dieser geringen Anzahl an Messungen können 54 Minuten eingespart werden. Es darf jedoch nicht nur die gesamte Messprozedur betrachtet werden, sondern es ist auch interessant, den personellen Aufwand zu betrachten. Während bei der manuellen Ausführung der Mitarbeiter nach jeder Messung zum Gerät muss, um es zu reinigen und neu zu befüllen, ist dies beim ROBO nur zu Beginn und zum Ende der gesamten Messreihe notwendig. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass beim ROBO 30 Minuten am Stück für das Befüllen und 30 Minuten am Stück für die Reinigung der Düsen eingeplant werden müssen. In Addition also ca. eine Stunde. Bei einem manuellen Gerät, muss der Mitarbeiter nach jeder Messung 5 Minuten für die Reinigung und 3 Minuten für das Befüllen investieren, also 8 Minuten nach jeder Messung. In Summe ergeben sich 80 Minuten Aufwand und der Laborant muss in der Nähe des Gerätes bleiben.

ROBO LegendeROBO Vergleich

Würde man nun einen maximalbestückten ROBO mit 30 Inlets mit 30 manuellen Messungen vergleichen, hätte dies eine Dauer von knapp 9 Stunden für das konventionelle MI-Gerät und knapp 6 Stunden für den Automaten zur Folge. Es können also ca. 3 Stunden eingespart werden. Der viel interessantere Unterschied ist jedoch, dass bei dieser Anzahl an Messungen bei der manuellen Prozedur knapp 240 Minuten reine Arbeitszeit anfallen, welche mehr oder weniger permanent erfolgt. Beim ROBO wären es nur 180 Minuten, welche sich in 2 Teile gliedern: 90 Minuten befüllen zu Beginn und 90 reinigen der Düse am Ende. In den verbleibenden viereinhalb Stunden ist kein Eingriff eines Laboranten notwendig.

 
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